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Öffentliche Ausschreibungen

Titel : DEU-Lappersdorf - Wärmeplanung
Dokument-Nr. ( ID / ND ) : 2026012206332059338 / 2002845-2026
Veröffentlicht :
22.01.2026
Anforderung der Unterlagen bis :
27.02.2026
Angebotsabgabe bis :
27.02.2026
Dokumententyp : Ausschreibung
Vertragstyp : Dienstleistungsauftrag
Verfahrensart : Offenes Verfahren
Unterteilung des Auftrags : Gesamtangebot
Zuschlagkriterien : Wirtschaftlichstes Angebot
Produkt-Codes :
71314000 - Dienstleistungen im Energiebereich
Wärmeplanung
Erstellung der kommunalen Wärmeplanung für den Markt
Lappersdorf
Vorbemerkung
Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit rund 60 Prozent des
Endenergieverbrauchs verursacht die Wärmeversorgung einen Großteil des Treibhausgasausstoßes in
Deutschland. Gerade im Wohnungsbestand stammt die Wärmeenergie noch zu über 85 Prozent aus
fossilen Energiequellen. Die Wärmewende ist damit der größte Hebel innerhalb der Energiewende und
das entscheidende Instrument für das Anstoßen der Wärmewende ist die Kommunale Wärmeplanung
(KWP).
Die KWP ist eine informelle strategische Planung zur langfristigen Gestaltung der Wärmeversorgung. Mit
dem Wärmeplan an sich sind weder eine unmittelbare Außenwirkung noch eine direkte rechtliche
Bindungswirkung verbunden. Ein politischer Beschluss des Wärmeplans ist aber eine essenzielle
Grundlage für die Realisierung der in der Wärmewendestrategie beschriebenen Handlungsstrategien und
Maßnahmen. So wird die notwendige Verbindlichkeit für die nachfolgenden Schritte im Handlungsbereich
der Kommune hergestellt.
Bei der KWP handelt es sich um einen rollierenden Prozess, der nicht mit der Erstellung des ersten
Wärmeplans abgeschlossen ist. Vielmehr muss dann ein Monitoring aufgesetzt werden, das den
Umsetzungsfortschritt misst. Alle fünf Jahre muss der Wärmeplan aktualisiert und gegebenenfalls an veränderte Bedingungen
angepasst werden, damit die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung auf Kurs
bleibt.
Leistungsumfang
Abbildung 1: Komponenten des Leistungsverzeichnisses, Quelle: EGS-plan
A Eignungsprüfung
Zu Beginn der Wärmeplanung werden mit der Eignungsprüfung Teilgebiete identifiziert, die mit einer
hohen Wahrscheinlichkeit zukünftig nicht durch ein Wärmenetz oder ein Wasserstoffnetz versorgt werden
können. Unter bestimmten Voraussetzungen (siehe Handreichung) kann in diesen Teilgebieten eine
verkürzte Wärmeplanung durchgeführt werden. In Teilgebieten, die bereits vollständig mit erneuerbarer
Energie oder unvermeidbarer Abwärme versorgt werden, muss keine Wärmeplanung durchgeführt
werden.
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B Bestandsanalyse
Die Bestandsanalyse umfasst eine systematische und qualifizierte Erhebung des aktuellen Wärmebedarfs
und -verbrauchs in den Bereichen Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme, der aktuellen
Versorgungsstruktur sowie der daraus resultierenden Treibhausgasemissionen. Darüber hinaus werden
Informationen zu den Gebäuden, wie Gebäudetypen und Baualtersklassen, systematisch und qualifiziert
erhoben.
C Potenzialanalyse
Die Potenzialanalyse erfasst die Potenziale zur Reduktion des Wärmebedarfs wie auch nutzbare
Potenziale für die Versorgung durch erneuerbare Wärme und unvermeidbare Abwärme zur
Bedarfsdeckung. Einsparpotenziale beziehen sich sowohl auf Wärmebedarfsreduktionen in Gebäuden
durch Verbesserung des baulichen Wärmeschutzes als auch auf Effizienzsteigerungen im Bereich von
industriellen und gewerblichen Prozessen.
D Zielszenario
Das Zielszenario basiert auf den Ergebnissen der Eignungsprüfung sowie der Bestands- und der
Potenzialanalyse. Es stellt für das beplante Gebiet als Ganzes eine mögliche Entwicklung zur Erreichung
einer klimaneutralen Wärmeversorgung dar und beinhaltet die Informationen zur potenziellen
Versorgungsstruktur im Zieljahr. Zur Bestimmung des maßgeblichen Zielszenarios werden
unterschiedliche, jeweils zielkonforme Szenarien aufgezeigt, die insbesondere die voraussichtliche
Entwicklung des Wärmebedarfs sowie die Entwicklung der für die Wärmeversorgung erforderlichen
Energieinfrastrukturen berücksichtigen.
Die Einteilung des beplanten Gebiets in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete ist Teil der
Entwicklung des Zielszenarios und erfolgt auf Grundlage der Bestands- und der Potenzialanalyse. Hierzu
wird mit dem Ziel einer realisierbaren und möglichst kosteneffizienten Versorgung des jeweiligen
Teilgebiets unter anderem auf Basis von Wirtschaftlichkeitsvergleichen dargestellt, welche Wärmeversorgungsart sich für das
jeweilige beplante Teilgebiet besonders eignet. Dabei werden Vorschläge zur
Versorgung des beplanten Teilgebiets von Betreibern eines bestehenden Wärme- oder Gasnetzes oder
von potenziellen Betreibern bei der Einteilung berücksichtigt.
E Umsetzungsstrategie mit Maßnahmen
Auf Grundlage des Zielszenarios wird eine Umsetzungsstrategie entwickelt. Sie enthält einen
strategischen Fahrplan, Handlungsstrategien und konkrete Maßnahmen, die die nächsten Schritte hin zu
einer klimaneutralen Wärmeversorgung aufzeigen.
Die Verstetigungsstrategie zeigt auf, welche strukturellen und prozessualen Elemente für die erfolgreiche
Entwicklung des Transformationspfads im Bereich Wärme und die Fortschreibung der kommunalen
Wärmepläne erforderlich sind.
Die Entwicklung eines Controlling-Konzepts dient der Verfolgung der Zielerreichung inklusive der
Definition von geeigneten Indikatoren und Rahmenbedingungen für die Datenerfassung und -
auswertung.
F Dokumentation der Ergebnisse
Die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung werden in einem Fachgutachten dokumentiert. Darüber
hinaus sind die angewendeten Methoden und Vorgehensweisen darin beschrieben. Neben dem
Fachgutachten beinhaltet die Ergebnisdokumentation die Übermittlung der GIS-Daten zur Weiternutzung
an die Kommune.
ÖB Öffentlichkeitsbeteiligung
Im Zuge der Öffentlichkeitsbeteiligung sind die wesentlichen Akteure der Beteiligung, die
Interessengruppen, Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft sowie die Bürgerschaft bei der Erstellung
der Kommunalen Wärmeplanung zu berücksichtigen. Zudem wird eine Kommunikationsstrategie für die
konsens- und unterstützungsorientierte Zusammenarbeit mit allen Zielgruppen erarbeitet. Die Beteiligung
als zweistufiges Verfahren ist möglichst frühzeitig und fortlaufend zu konzipieren.
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Leistungsverzeichnis
0 Projektmanagement
0 Projektmanagement
0.1 Projektorganisation
I. Entwicklung und Aktualisierung Zeitplan und Projektstrukturplan
II. Laufende Projektüberwachung (Zeit, Kosten, Termine)
III. Koordination und Absprache Arbeitspakete
0.2 Prozessmanagement
I. Organisation und Durchführung von Projektbesprechungen (inklusive Start- und
Abschlussgespräch) für ein regelmäßiges Reporting über den Arbeitsstand
II. Unterstützung der Kommune bei der Datenerhebung (durch z. B. Erstellung von Fragebögen
für entsprechende Datensätze) und Weiterverarbeitung zum Zwecke der Kommunalen
Wärmeplanung
A Eignungsprüfung
A Eignungsprüfung
Ermittlung von Teilgebieten, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für die Versorgung durch ein
Wärmenetz oder Wasserstoffnetz eignen
A.1 Bewertung der Eignung von Teilgebieten für Wärmenetze
I. Teilgebiete definieren
II. Ermittlung der Eignung von Teilgebieten
Grafische und kartografische Darstellung der Ergebnisse
A.2 Bewertung der Eignung von Teilgebieten für die Versorgung durch ein Wasserstoffnetz
I. Teilgebiete definieren
II. Ermittlung der Eignung von Teilgebieten
Grafische und kartografische Darstellung der Ergebnisse
A.3 Definition von Gebieten, in denen eine verkürzte Wärmeplanung durchgeführt werden kann
I. Teilgebiete definieren
II. Ermittlung der Teilgebiete für die verkürzte Wärmeplanung bzw. von voraussichtlichen
Gebieten für dezentrale Wärmeversorgungen
III. Ermittlung der Teilgebiete, für die verkürzte Wärmeplanung bzw. von voraussichtlichen
Gebieten für dezentrale Wärmeversorgungen mit erhöhtem Energieeinsparpotenzial
IV. Ermittlung der Teilgebiete die bereits vollständig oder nahezu vollständig durch
erneuerbare Wärme oder unvermeidbare Abwärme versorgt werden
Grafische und kartografische Darstellung der Ergebnisse
B Bestandsanalyse
B Bestandsanalyse
Erhebung der aktuellen Gebäude- und Siedlungsstruktur sowie der Energieinfrastruktur auf Ebene von
Gebäuden und Energienetzen. Auf Basis der Erhebung sollen der Wärmebedarf und -verbrauch und die
daraus resultierenden Treibhausgasemissionen ermittelt werden.
B.1 Analyse der Gebäude- und Siedlungsstruktur
Systematische Erfassung und Darstellung von Informationen zur vorhandenen Gebäude- und
Siedlungsstruktur
B.1.1 Ermittlung des überwiegenden Gebäudetyps
Baublockbezogene Darstellung des überwiegenden Gebäudetyps
B.1.2 Ermittlung der überwiegenden Baualtersklasse der Gebäude
I. Baublockbezogene Darstellung der überwiegenden Baualtersklasse der Gebäude
B.1.3 Analyse der Siedlungstypologien
I. Baublockbezogene Darstellung der Siedlungstypen unter anderem nach Baualtersklassen
(Siedlungsentwicklung) und Hauptnutzungsarten (Wohngebiete, Gewerbe, Mischnutzungen,
öffentliche Gebäude etc.)
B.2 Analyse der Energieinfrastruktur
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I. Systematische Erfassung und Darstellung von Informationen zur Struktur der
Wärmebereitstellung und -verteilung auf dezentraler und zentraler Ebene
B.2.1 Analyse der dezentralen Wärmeerzeuger in Gebäuden, einschließlich Hausübergabestationen
I. Darstellung der Anzahl dezentraler Wärmeerzeuger
II. Darstellung der Art der Wärmeerzeuger
III. Darstellung der eingesetzten Energieträger
IV. Darstellung des Baujahrs dezentraler Wärmeerzeuger
V. Baublockbezogene Darstellung der Ergebnisse
VI. Darstellung der installierten KWK-Leistung (elektrisch und thermisch)
VII. Baublockbezogene Darstellung von Gebieten mit hohen Anteilen an Wärmepumpen und
Stromspeicherheizungen
B.2.2 Analyse bestehender und geplanter Netze
B.2.2.1 Analyse der Wärmenetze und -leitungen
I. Ermittlung und kartografische Darstellung der bestehenden, geplanten oder genehmigten
Wärmenetze und -leitungen auf Straßenabschnittsebene mit Informationen
a) zur Lage,
b) zur Art: Wasser oder Dampf,
c) zum Jahr der Inbetriebnahme,
d) zur Temperatur,
e) zur gesamten Trassenlänge und
f) zur Gesamtanzahl an Anschlüssen
B.2.2.2 Analyse der Wärmeerzeugungsanlagen, die in ein Wärmenetz einspeisen
I. Ermittlung und kartografische Darstellung der bestehenden, geplanten oder genehmigten
Wärmeerzeugungsanlagen, einschließlich Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die in ein Wärmenetz
einspeisen, mit Informationen
a) zur abgabeseitigen Nennleistung,
b) zum Jahr der Inbetriebnahme und
c) zum Energieträger
in Form einer standortbezogenen Darstellung
B.2.2.3 Analyse der Gasnetze
I. Ermittlung und kartografische Darstellung der bestehenden, geplanten oder genehmigten
Gasnetze mit Informationen
a) zur flächenhaften Lage, dabei die Darstellung baublock- und nicht leitungsbezogen,
b) zur Art: Methan, Wasserstoff,
c) zum Jahr der Inbetriebnahme,
d) zur gesamten Trassenlänge und
e) zur Gesamtanzahl an Anschlüssen
B.2.2.4 Analyse der Wärme- und Gasspeicher
I. Kartografische Darstellung der bestehenden, geplanten oder genehmigten Wärme- und
Gasspeicher, differenziert nach Art des Gases, die gewerblich betrieben werden, in Form einer
standortbezogenen Darstellung
B.2.2.5 Analyse der Anlagen zur Erzeugung von Wasserstoff oder synthetischen Gasen
I. Kartografische Darstellung der bestehenden, geplanten oder genehmigten Anlagen zur
Erzeugung von Wasserstoff oder synthetischen Gasen mit einer Kapazität von mehr als
1 Megawatt installierter Elektrolyseleistung in Form einer standortbezogenen Darstellung
B.2.2.6 Darstellung der Abwassernetze und -leitungen
I. Kartografische Darstellung der bestehenden, geplanten oder genehmigten Abwassernetze und -
leitungen mit Informationen zum Trockenwetterabfluss
B.2.2.7 Darstellung des bestehenden Glasfasernetzes und der Ausbaupläne
I. Kartografische Darstellung des bestehenden Glasfasernetzes und der Ausbaupläne
B.2.2.8 Analyse der Stromnetze, unter anderem
I. Informationen zu bestehenden, genehmigten oder geplanten Stromnetzen
II. Umspannstationen
III. Optimierungs-, Verstärkungs-, Erneuerungs- und Ausbaumaßnahmen im Niederspannungsnetz
B.2.2.9 Darstellung der Kälteinfrastruktur
I. Kartografische Darstellung zentraler Kälteinfrastruktur
B.3 Ermittlung der Energiemengen im Bereich Wärme
B.3.1 Bedarfswerte Wärme
B.3.1.1 Erfassung und Darstellung des räumlich aufgelösten Wärmebedarfs
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I. Ermittlung des räumlich aufgelösten Wärmebedarfs (Heizwärme, Warmwasser und ggf.
Prozesswärme)
II. Aggregation des Wärmebedarfs der Kommune nach Wohngebäuden, Nichtwohngebäuden und
öffentlichen Gebäuden
III. Grafische und baublockbezogene Darstellung der Ergebnisse
B.3.2 Verbrauchswerte Wärme
B.3.2.1 Erfassung und Darstellung des räumlich aufgelösten Wärmeverbrauchs
I. Ermittlung des räumlich aufgelösten Wärmeverbrauchs auf Basis von erhobenen Daten
(Heizwärme, Warmwasser und ggf. Prozesswärme)
II. Aggregation des Wärmeverbrauchs der Kommune nach Wohngebäuden, Nichtwohngebäuden
und öffentlichen Gebäuden
III. Grafische und baublockbezogene Darstellung der Ergebnisse
B.3.3 Endenergie Wärme
B.3.3.1 I. Erfassung und Darstellung des aktuellen jährlichen Endenergieverbrauchs Wärme
II. Textliche und grafische Darstellung des Endenergieverbrauchs nach Energieträgern und
Endenergiesektoren
III. Empfehlung: Separate Ermittlung des Endenergieverbrauchs Wärme der kommunalen
Liegenschaften
IV. Empfehlung: Separate Erfassung des Endenergieverbrauchs für Prozesswärme
B.3.3.2 Erfassung und Darstellung des aktuellen jährlichen Endenergieverbrauchs Wärme
I. Berechnung von Anteilen am Endenergieverbrauch von
a) erneuerbaren Energien nach Energieträgern
b) unvermeidbarer Abwärme
c) leitungsgebundener Wärme nach Energieträgern
d) Empfehlung: Strom für Wärmebereitstellung differenziert nach Wärmepumpen und
Direktstrom
... als absolute und relative Angaben
... als baublockbezogene Darstellung
B.4 Kennzahlen zur Energienutzung im Bereich Wärme
B.4.1 Erstellung von Wärmedichte-Karten
I. Kartografische Darstellung der Wärmedichten in Megawattstunden pro Hektar und Jahr in Form
einer baublockbezogenen Darstellung
II. Ergänzung der Darstellung mit Verbrauchsdaten der öffentlichen Liegenschaften
III. Ergänzung der Darstellung für nicht leitungsgebundene Energieträger
B.4.2 Erstellung von Wärmeliniendichte-Karten
I. Kartografische Darstellung der Wärmeliniendichten in Kilowattstunden pro Meter und Jahr in
Form einer straßenabschnittbezogenen Darstellung
B.4.3 Identifikation potenzieller Großverbraucher
I. Standortbezogene Darstellung potenzieller Großverbraucher von Wärme und Gas
B.5 Ermittlung der THG-Emissionen im Bereich Wärme
B.5.1 Analyse der aus der Endenergie Wärme resultierenden THG-Emissionen
I. Textliche und grafische Darstellung der aus dem jährlichen Endenergieverbrauch Wärme
resultierenden Treibhausgasemissionen in Tonnen Kohlenstoffdioxid-Äquivalent
C Potenzialanalyse
C Potenzialanalyse
C.1 Energieeinsparung / Energieeffizienz
C.1.1 Wärmebedarfsreduktion in Gebäuden
C.1.1.1 Analyse der Potenziale zur Energieeinsparung durch Wärmebedarfsreduktion in Gebäuden
I. Räumlich differenzierte kartografische Darstellung der Potenziale zur Energieeinsparung durch
Wärmebedarfsreduktion in Gebäuden für Raumwärme und Warmwasser in den
Verbrauchssektoren
II. Berücksichtigung von Sanierungsraten und erreichbaren Sanierungstiefen
III. Berechnung der Energieeinsparung für die Zeitpunkte 2030, 2035, 2040 und 2045
C.1.2 Effizienzsteigerung in industriellen und gewerblichen Prozessen
C.1.2.1 Analyse der Potenziale zur Energieeinsparung in industriellen und gewerblichen Prozessen
I. Räumlich differenzierte Darstellung der Potenziale zur Energieeinsparung in industriellen und
gewerblichen Prozessen
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II. Berechnung der Energieeinsparung für die Zeitpunkte 2030, 2035, 2040 und 2045
C.2 Nutzung unvermeidbarer Abwärme
C.2.1 Analyse der im beplanten Gebiet vorhandenen Potenziale zur Nutzung von unvermeidbarer Abwärme
I. Quantitative und räumlich differenzierte Ermittlung und Darstellung der im beplanten Gebiet
vorhandenen Potenziale zur Nutzung von unvermeidbarer Abwärme oder von Wärme aus
gleichgestellten Quellen; Erstellung einer Großverbraucherliste mit Potenzial zur
Abwärmebereitstellung (Lage, Branche etc.)
C.3 Potenziale zur Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien
C.3.1 Ermittlung der im beplanten Gebiet vorhandenen Potenziale zur Nutzung von Wärme aus erneuerbaren
Energien
I. Quantitative und räumlich differenzierte Darstellung der Potenziale erneuerbarer Energien zur
Wärmeversorgung auf dem Gemarkungsgebiet, unter anderem:
a) Biomasse (die energetische Nutzung von Biomasse ist auf Abfall- und Reststoffe zu
beschränken)
b) Geothermie (möglichst differenziert nach oberflächennaher und Tiefengeothermie)
c) Solarthermie
d) Umweltwärme aus zum Beispiel Außenluft, Gewässern und Abwasser
II. Räumlich differenzierte Ausweisung von Ausschlussgebieten wie Wasserschutzgebieten oder
Heilquellengebieten oder anderen Schutzgebietskategorien
C.4 Potenziale zur Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien
C.4.1 Ermittlung der im beplanten Gebiet vorhandenen Potenziale zur Nutzung von Strom aus erneuerbaren
Energien
I. Quantitative und kartografische Darstellung der Potenziale erneuerbarer Stromquellen für
Wärmeanwendungen:
a) Photovoltaik
b) Windkraft
c) Wasserkraft
d) Tiefe Geothermie (zur Stromerzeugung)
C.5 Potenziale zur zentralen Wärmespeicherung
C.5.1 Ermittlung der vorhandenen Potenziale zur zentralen Wärmespeicherung
I. Quantitative und räumlich differenzierte Ermittlung und Darstellung der im beplanten Gebiet
vorhandenen Potenziale zur zentralen Wärmespeicherung
D Zielszenario
D Zielszenario
D.1 Zielszenarien und Pfade für die langfristige Entwicklung der Wärmeversorgung
D.1.1 Entwicklung von Szenarien und Entwicklungspfaden
I. Entwicklung von unterschiedlichen, jeweils zielkonformen Szenarien auf Basis der Bestandsund der Potenzialanalyse, die
mindestens den jeweils gültigen THG-Minderungszielen der
Bundesregierung entsprechen
II. Betrachtung von Entwicklungspfaden inklusive räumlich aufgelöster Beschreibung der dafür
benötigten Energieeinsparungen und der zukünftigen Versorgungsstruktur unter
Berücksichtigung von zum Beispiel Wärmegestehungskosten, Realisierungsrisiken, Maß an
Versorgungssicherheit sowie Treibhausgasemissionen
III. Berücksichtigung von Gebieten mit bestehendem Anschluss- und Benutzungszwang für eine
zentrale Wärmeversorgung
IV. Berücksichtigung der Jahre 2030, 2035, 2040 und 2045
D.1.2 Entwicklung des maßgeblichen Zielszenarios
I. Entwicklung des Zielszenarios unter Darlegung der Gründe auf Grundlage der Ergebnisse der
Eignungsprüfung, der Bestandsanalyse und der Potenzialanalyse im Einklang mit der Einteilung
des beplanten Gebiets in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete und mit der Darstellung
der Wärmeversorgungsarten für das Zieljahr
II. Berücksichtigung der Jahre 2030, 2035, 2040 und 2045
D.1.3 Ermittlung von Rahmendaten und Energiemengen für das Zielszenario
I. Darstellung des Endenergieaufwands für die gesamte Wärmeversorgung
II. Darstellung der jährlichen Treibhausgasemissionen
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III. Darstellung des Endenergiebedarfs für leitungsgebundene Wärmeversorgungen sowie die
Anzahl der Gebäude mit Anschluss an ein Wärmenetz
IV. Darstellung des Endenergiebedarfs, der aus Gasnetzen gedeckt werden soll, sowie die Anzahl
der Gebäude mit Anschluss an ein Gasnetz
V. Berücksichtigung der Jahre 2030, 2035, 2040 und 2045
Alle Darstellungen nach Energieträgern und Endenergiesektoren
D.2 Einteilung des beplanten Gebiets nach Wärmeversorgungsart und Einsparpotenzialen
D.2.1 I. Einteilung der Grundstücke und Baublöcke in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete unter
Berücksichtigung von zum Beispiel Wärmegestehungskosten, Realisierungsrisiken, Maß an
Versorgungssicherheit sowie Treibhausgasemissionen
II. Kartografische Darstellung von Gebieten mit bestehendem Anschluss- und Benutzungszwang
für eine zentrale Wärmeversorgung
III. Textliche und kartografische Darstellung der voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebiete aus
dem Zielszenario
IV. Darstellung der voraussichtlichen Wärmeversorgungsarten für das gesamte beplante Gebiet und
die voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebiete (Wärmenetzgebiet, Wasserstoffnetzgebiet,
Gebiet für die dezentrale Wärmeversorgung oder Prüfgebiet) unter Berücksichtigung von
Eignungsstufen
V. Berücksichtigung der Jahre 2030, 2035, 2040 und 2045
D.2.2 Ausweisung von Gebieten mit erhöhtem Energieeinsparpotenzial
I. Textliche und kartografische Darstellung der Teilgebiete mit einem erhöhten Energieeinsparpotenzial
E Umsetzungsstrategie mit Maßnahmen
E Umsetzungsstrategie mit Maßnahmen
Entwicklung einer Umsetzungsstrategie mit Umsetzungsmaßnahmen für eine Versorgung mit
ausschließlich aus erneuerbaren Energien oder aus unvermeidbarer Abwärme erzeugter Wärme bis zum
Zieljahr
E.1 Entwicklung einer Umsetzungsstrategie mit von der planungsverantwortlichen Stelle selbst oder von
Dritten zu realisierenden Umsetzungsmaßnahmen; textliche Beschreibung der Umsetzungsstrategie,
insbesondere Darstellung der Umsetzungsmaßnahmen
a) Inhalt
b) Akteure
c) Kosten und gegebenenfalls Finanzierungsmechanismen und Fördermittel
d) Zeitpunkt
E.2 Anforderungen für ein Gemeindegebiet mit mehr als 45.000 Einwohnerinnen und Einwohnern
I. Prüfung der Einhaltung folgender Anforderungen:
a) Wärmeplan steht im Einklang mit dem Grundsatz Energieeffizienz an erster Stelle
b) Ausarbeitung einer Bewertung der Rolle von Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften
c) Ausarbeitung von Finanzierungsmechanismen für die Umsetzung der Strategie und der
Maßnahmen
d) Bewertung potenzieller Synergieeffekte mit Plänen benachbarter Behörden
e) Bewertung einer nach Landesrecht zuständigen Stelle
E.3 Erarbeitung einer Verstetigungsstrategie
I. Erarbeitung einer Verstetigungsstrategie inklusive Organisationsstrukturen und Verantwortlichkeiten/Zuständigkeiten
E.4 Erstellung eines Controlling-Konzepts
I. Erstellung eines Controlling-Konzepts für Top-down- und Bottom-up-Verfolgung der Zielerreichung inklusive Indikatoren und
Rahmenbedingungen für die Datenerfassung und -auswertung
F Dokumentation der Ergebnisse
F Dokumentation der Ergebnisse
F.1 Dokumentation der Karten und Pläne
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I. Zusammenfassung zu einem Planwerk aus den ermittelten Daten und Karten von
Bestandsanalyse, Potenzialanalyse, Zielszenario und Umsetzungsstrategie
II. Zusammenstellung und Übermittlung der Daten in einem für die Kommunalverwaltung
verwertbaren digitalen Format (unter anderem der GIS-Daten)
F.2 Erstellung eines Fachgutachtens
I. Zusammenfassung der Ergebnisse in einem Fachgutachten, unter anderem:
- Beschreibung der Inhalte der Kommunalen Wärmeplanung
- Dokumentation der Vorgehensweise und Methodik
- Beschreibung und Darstellung der zentralen Ergebnisse
F.3 Zusammenstellung von Energiekennwerten (zur optionalen Integration in eine Datenbank )
I. Tabellarische Zusammenstellung der wesentlichen Ergebnisse:
- Endenergiebedarf Wärme nach Energieträgern
- Differenziert nach Basisjahr und dem Zielszenario für die Jahre 2030, 2035, 2040 und
2045
- Erstellung von Energiekennwerten für das Monitoring
ÖB Öffentlichkeitsbeteiligung
ÖB Öffentlichkeitsbeteiligung
ÖB.1 Kommunikationsstrategie
Erarbeitung eines Konzepts zur Beteiligung und Kommunikation im Rahmen der Erstellung sowie bei der
künftigen Umsetzung der Wärmeplanung
a) Identifikation der relevanten kommunalen Akteure im Rahmen einer Akteursanalyse unter
Berücksichtigung der in 7 WPG aufgeführten Gruppen
b) Erarbeitung eines Beteiligungskonzepts für den Zeitraum der Erstellung der Wärmeplanung für
die wesentlichen Akteure und die Bürgerschaft
ÖB.2 Durchführung für die wesentlichen Akteure
ÖB.2.1 Beteiligung der Verwaltungseinheiten
I. Unterstützung bei der regelmäßigen Information der zu beteiligenden Verwaltungseinheiten in der
Kommune
II. Mitwirkung des Auftragnehmers in Besprechungsterminen
ÖB.2.2 Beteiligung der politischen Gremien
I. Unterstützung der Verwaltung bei der Ausarbeitung von Sitzungsvorlagen zur Kommunalen
Wärmeplanung
II. Vorbereitung und Durchführung von Präsentationen in den kommunalen Gremien während der
Erstellung der Kommunalen Wärmeplanung (drei Termine)
ÖB.2.3 Beteiligung der externen wesentlichen Akteure
I. Unterstützung bei der frühzeitigen und fortlaufenden Beteiligung der wesentlichen Akteure (u. a.
Energieunternehmen, Wohnungswirtschaft, Großverbraucher, Träger öffentlicher Belange etc.)
II. Durchführung von geeigneten Austauschformaten für die identifizierten Akteure
ÖB.2.4 Auswertung der Stellungnahmen der wesentlichen Akteure
I. Auswertung der Stellungnahmen und deren Berücksichtigung in der weiteren Planung, im
Endbericht und im Planwerk
II. Unterstützung bei der Aufstellung und Auswertung einer Abwägungstabelle
ÖB.3 Durchführung für die Bürgerschaft
ÖB.3.1 Information der Öffentlichkeit über den Beschluss zur Durchführung einer Kommunalen Wärmeplanung
I. Unterstützung der Kommunalverwaltung bei der Information der Öffentlichkeit im Rahmen einer
öffentlichen Bekanntmachung über den Beschluss zur Durchführung einer Kommunalen
Wärmeplanung (u. a. im Internet)
ÖB.3.2 Information der Öffentlichkeit über relevante Zwischenergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung
I. Unterstützung der Kommunalverwaltung bei der Information der Öffentlichkeit über die jeweiligen
Ergebnisse der Eignungsprüfung sowie der Bestands- und der Potenzialanalyse (u. a. im
Internet)
ÖB.3.3 Information der Öffentlichkeit über die Ergebnisse des Zielszenarios
I. Unterstützung der Kommunalverwaltung bei der Information der Öffentlichkeit über die
Ergebnisse des Zielszenarios (u. a. im Internet)
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II. Fachliche Zuarbeit für die Möglichkeit zur Einsichtnahme und Abgabe von Stellungnahmen für die
Dauer eines Monats
ÖB 3.4 Unterstützung bei der Information der Öffentlichkeit über die Ergebnisse des Entwurfs sowie des
beschlossenen kommunalen Wärmeplans
ÖB.3.5 Durchführung einer Informationsveranstaltung
I. Unterstützung der Kommunalverwaltung bei der Organisation und Durchführung einer
Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit
(Ziel: Information zur Kommunalen Wärmeplanung und zu Ergebnissen des Zielszenarios)
ÖB.3.6 I. Auswertung der Stellungnahmen der Bürgerschaft
II. Auswertung der Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit und deren Berücksichtigung in der
weiteren Planung, im Endbericht und im Planwerk
Honorarübersicht
Übersicht gemäß der Struktur des vorliegenden Leistungsverzeichnisses:
Position Titel Personentage in PT
Preis
netto in
Preis
brutto in
0 Projektmanagement
A Eignungsprüfung
B Bestandsanalyse
C Potenzialanalyse
D Zielszenario
E Umsetzungsstrategie mit Maßnahmen
F Dokumentation der Ergebnisse
ÖB Öffentlichkeitsbeteiligung

Source: 4 https://service.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/aumass/2026/01/AV270A50.html
Data Acquisition via: p8000001

 
 
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