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Ausschreibung: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung - D-Bergisch Gladbach
Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
Dokument Nr...: 40682-2012 (ID: 2012020704104501404)
Veröffentlicht: 07.02.2012
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Auftragsbekanntmachung
Dienstleistungen
Richtlinie 2004/18/EG
Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber
I.1) Name, Adressen und Kontaktstelle(n)
Bundesanstalt für Straßenwesen
Brüderstraße 53
Kontaktstelle(n): Referat Z5
Zu Händen von: Frau Glenz
51427 Bergisch Gladbach
DEUTSCHLAND
Telefon: +49 220443-0
E-Mail: forschungsvergabe@bast.de
Fax: +49 220443-148
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers: www.bast.de
Weitere Auskünfte erteilen: die oben genannten Kontaktstellen
Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für
den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem)
verschicken: die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an: die oben genannten
Kontaktstellen
I.2) Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.4) Auftragsvergabe im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber
Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher
Auftraggeber: nein
Abschnitt II: Auftragsgegenstand
II.1) Beschreibung
II.1.1) Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber:
FE 08.0214_2011_LRB Futurum Baustoff Straßenbeton.
II.1.2) Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw.
Dienstleistung
Dienstleistungen
Dienstleistungskategorie Nr 8: Forschung und Entwicklung
Hauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung:
Bergisch Gladbach.
NUTS-Code DEA2B
II.1.3) Angaben zum öffentlichen Auftrag, zur Rahmenvereinbarung oder zum
dynamischen Beschaffungssystem (DBS)
Die Bekanntmachung betrifft einen öffentlichen Auftrag
II.1.5) Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens
Problem / Ziel / Nutzen:
Fahrbahndecken aus Beton zeichnen sich durch eine hohe
Verformungsbeständigkeit aus und werden vor allem in Bereichen mit sehr
hoher Verkehrsbelastung eingesetzt. In den letzten Jahrzehnten wurde die
Bauweise hinsichtlich Konstruktion, Betontechnologie und Einbautechnik
ständig weiterentwickelt, so dass diese den stetig wachsenden
Anforderungen (z.B. zunehmende Verkehrsbelastung) gerecht wurde.
Ein in den letzten Jahrzehnten nicht zufriedenstellend gelöstes Problem
ist die schädigende Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) im Bereich des
Betonbaues. Auf Grund einiger AKR-Schäden auf deutschen BAB Anfang der
2000er Jahre wurden die Anforderungen an die zu verwendenden Gesteine und
Zemente im Betonstraßenbau neu formuliert, um das Auftreten einer
schädigenden AKR zu verhindern.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann jedoch der Schadensmechanismus der AKR,
insbesondere die Komplexität der AKR an Betonfahrbahndecken, nicht
hinreichend - und vor allem nicht wissenschaftlich begründet - geklärt
werden. Dies gilt auch für die derzeit zur Anwendung kommenden
AKR-Prüfverfahren.
Um den Baustoff Beton, der hinsichtlich seiner Nachhaltigkeit einen
wichtigen Baustoff für die Zukunft darstellt, künftig sicher anwenden zu
können, ist eine Klärung der angeführten Schadensproblematik von größter
Bedeutung. Die durchzuführenden Untersuchungen stellen somit die
Grundvoraussetzung für die Weiterentwicklung des Baustoffes Beton im
Straßenbau dar.
Ziel des Forschungsprojektes ist die Erhöhung der Nachhaltigkeit für die
Betonbauweise durch Ausschluss einer schädigenden AKR. Auf der Basis
bestehender Kenntnisse auf dem Gebiet des Alkalitreibens im Betonbau sind
gezielt weiterführende Grundlagenforschungen durchzuführen. Im Ergebnis
soll der sich im Straßenbau sehr komplex darstellende Schadensmechanismus
für den Lastfall "Straße" (Beanspruchung durch Verkehr und Klima, Einbau-
und Herstellungstechnologie, konstruktive Randbedingungen, Alkalizufuhr)
detailliert geklärt sein, um darauf aufbauend Anforderungen zur
dauerhaften Vermeidung einer schädigenden AKR abzuleiten bzw. festzulegen.
Durch die gewonnenen Erkenntnisse über die Ursachen bzw. den
Schadensmechanismus einer AKR soll es möglich sein, zukünftig derartige
Schäden auszuschließen.
Vorgehen:
Im ersten Schritt der Projektbearbeitung soll eine Übersicht (Datenbank)
erstellt werden, in der die Ergebnisse der bundesweiten visuellen
AKR-Oberflächenzustandserfassung einzuarbeiten sind. Zusätzlich sind
relevante Daten zu den betroffenen Streckenabschnitten zu recherchieren
und einzupflegen.
Parallel dazu sollen anhand einer Analyse der ZEB-Rohdaten
(Zustandserfassung- und Bewertung 2009/2010) für Längs- und Querebenheiten
die vorhandenen Verformungen der Betonplatten (Aufschüsselung/Aufwölbung)
detektiert werden. Dies ist insofern von Bedeutung, da ungünstige
Plattenverformungen zu erhöhten Beanspruchungen in den Querfugen führen,
wodurch die Dauerhaftigkeit der Betonplatte beeinträchtigt wird. Durch
eine solche Schwachstelle im Bereich der Querfuge kann der
Schadensfortschritt einer AKR deutlich erhöht werden.
Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen sind Bohrkernentnahmen an
ausgewählten Streckenabschnitten durchzuführen. An den entnommenen
Probekörpern ist zunächst labortechnisch nachzuweisen, ob die Schädigung
tatsächlich mit einer AKR in Zusammenhang zu bringen ist. Darüber hinaus
sind vertiefende Laboruntersuchungen durchzuführen, die Aufschluss und
weiterführende Erkenntnisse über den Schädigungsmechanismus und den Ablauf
der AKR-Schädigung geben sollen.
Resümierend sind wirtschaftliche und zugleich ressourcenschonende sowie
praxisorientierte präventive Maßnahmen zur dauerhaften Vermeidung einer
schädigenden AKR bei Betonfahrbahndecken zu formulieren.
Zeitrahmen: 48 Monate.
Kostenrahmen (inkl. MwSt.): 950 000,00 EUR.
II.1.6) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
73000000
II.1.7) Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA): ja
II.1.8) Lose
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.9) Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische
Angaben
III.1) Bedingungen für den Auftrag
III.1.1) Geforderte Kautionen und Sicherheiten:
Keine.
III.1.2) Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder
Verweis auf die maßgeblichen Vorschriften:
Siehe Vergabeunterlagen.
III.1.3) Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben
wird:
Siehe Vergabeunterlagen.
III.1.4) Sonstige besondere Bedingungen
Für die Ausführung des Auftrags gelten besondere Bedingungen: nein
III.2) Teilnahmebedingungen
III.2.1) Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen
hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der
Auflagen zu überprüfen: Siehe Vergabeunterlagen.
III.2.2) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der
Auflagen zu überprüfen: Siehe Vergabeunterlagen.
III.2.3) Technische Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der
Auflagen zu überprüfen:
Siehe Vergabeunterlagen zu Kenntnissen in folgenden Bereichen:
1. Fachkunde:
langjährige Erfahrungen mit dem Baustoff Beton sowie der
Betonherstellung, -technologie, -prüfung und dem Betoneinbau,
Erfahrungen im Bereich AKR-Schäden im Beton,
Erfahrungen im Bereich betonchemischer Untersuchungen,
Erfahrungen im Bereich mineralogischer Untersuchungen an
Gesteinskörnungen,
Erfahrungen mit dynamischen Prüfverfahren.
2. Leistungsfähigkeit in Bezug auf Personal und Ausstattung.
III.3) Besondere Bedingungen für Dienstleistungsaufträge
III.3.1) Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand
vorbehalten: nein
III.3.2) Für die Erbringung der Dienstleistung verantwortliches Personal
Juristische Personen müssen die Namen und die beruflichen Qualifikationen
der Personen angeben, die für die Erbringung der Dienstleistung
verantwortlich sind: ja
Abschnitt IV: Verfahren
IV.1) Verfahrensart
IV.1.1) Verfahrensart
Offen
IV.2) Zuschlagskriterien
IV.2.1) Zuschlagskriterien
das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf die Kriterien, die in
den Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur
Verhandlung bzw. in der Beschreibung zum wettbewerblichen Dialog
aufgeführt sind
IV.3) Verwaltungsangaben
IV.3.1) Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber:
FE 08.0214/2011/LRB
IV.3.2) Frühere Bekanntmachung(en) desselben Auftrags
nein
IV.3.3) Bedingungen für den Erhalt von Ausschreibungs- und ergänzenden
Unterlagen bzw. der Beschreibung
Schlusstermin für die Anforderung von Unterlagen oder die Einsichtnahme:
20.3.2012 - 15:00
Kostenpflichtige Unterlagen: nein
IV.3.4) Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
26.3.2012 - 15:00
IV.3.6) Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge
verfasst werden können
Deutsch.
IV.3.7) Bindefrist des Angebots
bis: 31.7.2012
Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.1) Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2) Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus
Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.4) Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1) Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Bundeskartellamt-Vergabekammer des Bundes
Villemombler Straße 76
53123 Bonn
DEUTSCHLAND
Telefon: +49 2289499-0
Internet-Adresse: www.bundeskartellamt.de
Fax: +49 2289499-163
VI.4.2) Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Bis 15
Tage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers (gemäß § 107 Abs. 3 Nr.
4 GWB).
VI.5) Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
2.2.2012
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Database Operation & Alert Service (icc-hofmann) for:
The Office for Official Publications of the European Communities
The Federal Office of Foreign Trade Information
Phone: +49 6082-910101, Fax: +49 6082-910200, URL: http://www.icc-hofmann.de
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